Die Entstehung des alternativen Werkstoffs
Heute fertigen viele Uhrmacher wie Chanel, Hublot, Omega oder Rolex ihre Modelle mit Komponenten aus Keramik. Doch was macht den Reiz dieses alternativen und modernen Stoffes eigentlich aus?
Gehen wir der Sache einmal auf den Grund: In der Klassifizierung von
Materialien redet man in aller Regel von Metall, Keramik und Polymeren. Dazu kommen Verbundwerkstoffe, die aus Bestandteilen der bereits Genannten zusammengesetzt sind. Keramik ist in unserem Alltag allgegenwärtig: Ziegelsteine, Geschirr, Fliesen – all das zählt zu diesem Bereich.
Allerdings werden die keramischen Stoffe, die in Feinmechanik, Medizin –
oder eben in der Uhrenbranche – zum Einsatz kommen, aus sehr viel
feineren Grundstoffen hergestellt. Häufig handelt es sich um Zirkonoxidkeramik, die auf Basis von Zirkonium entsteht. Das chemische Element wurde im 18. Jahrhundert entdeckt und ist den Metallen zuzuordnen.
Wird es gebrannt, kommt es zur Sauerstoffaufnahme und es entsteht
Zirkoniumdioxid, das den Ausgangsstoff für unterschiedlichste Produkte
bildet. Bevor es zu Hightech-Keramik wird, sieht es aus wie fein gemahlenes Mehl und ist in aller Regel weiß. Wichtige Qualitätsmaßstäbe sind die Reinheit und die Körnergröße des Pulvers.
Bei Hochleistungskeramik ist die übliche Größe ein
Tausendstelmillimeter, also in etwa ein Fünftel der Dicke eines
menschlichen Haares.
Bei 2.000 Grad Celsius in Form gebracht
Ihre endgültige Form erhalten Keramikkomponenten durch das sogenannte
Sintern, wobei das Material – oft unter hohem Druck – auf Temperaturen
über 1.400 Grad Celsius erhitzt wird. Wie bei dem Backen eines Kuchens verbinden und verdichten sich dabei die kleinen Körnchen.
Besonders komplexe und präzise Formen werden mit einem
Spritzgussverfahren, dem sogenannten Ceramics Injection Molding (CIM)
erreicht. Um Keramikprodukten ihren gewohnt seidigen Schimmer zu verleihen, werden sie nach der Fertigung mit Diamantenstaub poliert.
Die Vorteile von Keramik liegen klar auf der Hand: Drei oder vier Mal
härter als Stahl, ist es nahezu unmöglich, das Material zu zerkratzen.
Materialforscher machen sich diese Kenntnis natürlich zunutze und
versuchen, die positive Eigenschaft auf andere Materialien zu
übertragen. So entwickelte Hublot z. B. kürzlich ein Keramik-Gold-Gemisch, das Golduhren in der Zukunft hoffentlich sehr viel widerstandsfähiger macht.
Zeitmesser mit Keramikelementen
Der Verbund von Keramik mit Gold oder anderen Metallen ist in der
Uhrenbranche mittlerweile Gang und Gäbe – allerdings in Form von zwei
getrennten Bestandteilen. So hat z. B. Rolex die Produktion der Lünetten bei einigen Serien vollständig auf kratzfeste Keramik umgestellt. Auf der Baselworld 2013 stellte das renommierte Schweizer Uhrenhaus eine weitere Neuerung vor: Die GMT Master II mit einer zweifarbigen Lünette. Schwarz für die Nacht, Blau für den Tag.
Um die Zweifarbigkeit in der einteiligen Keramik-Lünette zu erreichen,
wurde ein selbstentwickeltes, patentiertes Verfahren angewandt: Bevor
die Lünette in den Brennofen kommt, wird eine Hälfte des Rings mit
Metallsalz bearbeitet, um den verdunkelnden Effekt hervorzurufen. bekijk meer
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